Kambodscha: Mehr zum Land

Aufgrund Kambodschas jüngster Vergangenheit, die geprägt ist von Gewalt, ist es nicht verwunderlich, dass das Land noch immer voll und ganz damit beschäftigt ist, wieder auf die Beine zu kommen.
 
Das brutale kommunistische Regime der Roten Khmer, angeführt von Pol Pot, das nach dem Vietnam-Krieg die Regierung übernahm, fand vor 40 Jahren sein Ende. Der Horror der ‘Killing Fields’, die es zu verantworten hatte, wurde Geschichte. Doch die Narben, die Millionen Todesopfer und eine gescheiterte feudale Wirtschaft mit der Folge einer weitverbreiteten Armut verursachte, waren noch Jahrzehnte lang spürbar.
 
Jegliche Medizin und Technologie aus dem Westen wurden von der Roten Khmer verboten, weshalb die kambodschanische Gesellschaft erwartungsgemäß in die Vergangenheit zurückversetzt wurde.
 
Es war fast unausweichlich, dass angesichts des Chaos, welches 1979 dem Ende der Regierung der Roten Khmer folgte, im ganzen Land die Korruption tiefe Wurzeln schlug, während Regierung und Bevölkerung darum rangen, ihre Zukunft neu zu definieren.
 
Ein Neuanfang
 
Das Land folgt nun einem offenen Marktsystem. Dabei stellt die Bekleidungsindustrie den größten Teil der Exporte des Landes dar. Die Landwirtschaft ist nach wie vor die Lebensgrundlage des Landes. Hauptanbauprodukte sind Reis, Kautschuk, Mais, Süßkartoffeln, Erdnüsse, Sojabohnen und Sesamsamen.

Kambodscha hat jetzt auch einen festen Platz auf der touristischen Landkarte. Eine wachsende Zahl von Weltreisenden besuchen die Küsten des Landes.
 
Eine Zeit des Wiederaufbaus
 
Heute kann die kambodschanische Wirtschaft wieder ein Wachstum verzeichnen. Aber das Problem ist, dass eine ungleiche Verteilung der wirtschaftlichen Gewinne in Verbindung mit der Tatsache, dass so viele ländliche Gemeinden in sehr abgelegenen Gebieten leben, stattfindet. Deshalb haben noch immer viele Kambodschaner Schwierigkeiten, Arbeit zu finden und Zugang zu grundlegenden Versorgungsleistungen zu erhalten.

Dies bedeutet, dass noch viel zu tun ist, um den Schutzlosesten, besonders den armen Kindern, zu helfen.

Hilfe aus dem Ausland wird immer noch dringend benötigt, um der Gesamtwirtschaft zu helfen, den Erholungsprozess aufrechtzuerhalten. Doch diese Hilfe ist in der Regel zentralisiert. Die ärmsten ländlichen Gemeinden spüren selten deren Auswirkungen.

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